Leider konnte sich die Elbmarschkirche im Januar 2019 nicht entschließen, dieses Projekt konsequent fortzuführen. Der Kirchenvorstand bangte um die korrekte theologische Grundausrichtung. Kursteilnehmer und Kursleitung bedauerten dies gleichermaßen.

Es gibt kaum spannendere und ereignisreichere Geschichten

als die aus dem Alten und Neuen Testament.

Biblische Geschichten eigenhändig modelliert und in Ton gebrannt.

 

Diese Reihe von Workshops richtet sich an alle, die sich auf kreative Weise mit Themen der christlichen Religion im Kontext des eigenen Lebens befassen möchten. In lockerer Atmosphäre werden theologische wie künstlerische Aspekte diskutiert und ich begleitet die Teilnehmer dabei, ihre individuelle Ausdrucksform zu finden. Gemeindemitglieder und speziell Familien sind eingeladen, Figuren für die eigene Weihnachtskrippe oder andere Themen als Relief zu modellieren. Was andernorts uralte Tradition ist, lebt hier wieder auf: Volkskunst .

Kunst in den Kirchen der Elbmarsch

 Modellierkurse mit

christlich-religiöser Thematik

Im Oktober 2018 begann die  Seminarreihe „Biblische Geschichten - in Ton gebrannt“ der Ev. Kirchengemeinden der Elbmarsch für Erwachsene und Jugendliche. Gemeindemitglieder, vor allem Familien, sind eingeladen, selbst Figuren für eine eigene Weihnachtskrippe zu modellieren. Dieses Projekt richtet sich an alle, die Lust haben, gemeinsam kreativ zu sein und eine ganz persönliche Familientradition zu beginnen. Dabei werden in lockerer Atmosphäre theologische wie künstlerische Aspekte diskutiert und ich begleite  die Teilnehmer dabei, ihre individuelle Ausdrucksform zu finden. Übrigens schließen wir uns damit einer Jahrhunderte alten Tradition in der Volkskunst an, die besonders im Süddeutschen, Bayerischen, Sächsischen und Österreichischen in den Gemeinden und Familien solches Weihnachtsbrauchtum lebt.

In der ersten (von fünf) Sitzungen habe ich gezeigt, wie man einen Kopf modelliert und ihn gestalterisch anlegt. Dies ist die Basisarbeit für alle weiteren Figuren. So entwickelt sich das Gefühl dafür, wie groß die eigenen  Figuren überhaupt sein sollen und welchen Stil man wählt.

Am 26.10.2018 trafen wir uns zur zweiten Modellierrunde. Jeder Teilnehmer hatte inzwischen eine Vorstellung davon, wie groß seine Krippe werden sollte, und so wagte man sich als erstes an den Josef. Die Ergebnisse sind  viel-versprechend. Bemerkenswert ist die Harmonie in der Gruppe, das vergnügte Miteinander und die spürbare Vorfreude auf das weihnachtliche Endergebnis. Man inspiriert sich gegenseitig und findet zugleich eigene Wege der Umsetzung. 

Am 01.11.2018 trafen sich die inzwischen leidenschaftlichen Krippen-Modelleure zum dritten Mal, und für die meistens war Maria das Hauptthema. Übereinstimmend fühlten alle, dass es ihnen inzwischen schon leichter fällt, ein Gesicht, eine Figur zu formen, der Lerneffekt stellt sich ein. Und dass jeder seine eigene Handschrift hat, überrascht und erfreut gleichermaßen!

Zum vierten Mal trafen sich am 09.11.2018 die Teilnehmer des Workshops in voller Zahl, nun sollten die Figuren für die Grundausführung einer Krippe fertiggestellt werden. Inzwischen ist aus vorsichtigen Anfängern eine fröhliche, fast verschworene Truppe von begeisterten Modelleuren geworden, die sich locker und ganz selbstbewußt an die immer wieder schwierigen Aufgaben heranwagen und ihren eigenen Weg bei der Umsetzung des Themas suchen. Oft führt dies zu heiterem Gelächter, aber schließlich sind auch jetzt wieder bei allen Figuren mit berührender Ausstrahlung entstanden. Ich bin begeistert von der Vielfalt der ausdrucksstarken Kleinplastiken und freue mich schon sehr auf die so individuellen, fertigen Krippen!

In der fünften und sechsten Sitzung werden die Figuren im Hof-Atelier glasiert und anschließend ein zweites Mal gebrannt. Während des Workshops wurden immer wieder interessante theologische Themen diskutiert, die uns alle schon einmal beschäftigt haben: Wie wird die Geschichte um die Jungfrau Maria verstanden? Wie verhält es sich mit dem Heiligen Geist? Sollte zu Weihnachten der Weihnachtsmann oder das Christkind die Geschenke bringen? Wer symbolisiert eher die christlichen Botschaft? Wer glaubt eigentlich an was? Es war für alle interessant, verschiedene Meinungen und persönliche Weihnachtsgeschichten zu hören, vielleicht auch und die eigene Vorstellung und Gedankenwelt  mal wieder zu hinterfragen.

Im Dezember ist es dann soweit: Am 2. Advent (9.12.) dürfen unsere Krippen in der St.Marienkirche

in Drennhausen stehen, am 3. Advent (16.12.)

in der Petri-Kirche Marschacht und am 4. Advent (22.12.) im Kirchlichen Gemeindezentrum Tespe.

In unserer fünften Sitzung des Workshops am 23.11.2018 wurden die letzten Figuren glasiert. Es folgen nun die Glasurbrände und dann werden sich 10 Krippen mit ihrer "Kernfamilie" auf den Weg machen und von Kirche zu Kirche in der Elbmarsch ziehen:  Den Anfang macht die St. Marienkirche in Drennhausen am 2. Advent (9.12.), es folgt die Petri-Kirche in Marschacht am 3. Advent (16.12.),  und am 4. Advent (22.12.) das Kirchlichen Gemeindezentrum in Tespe.

Der Workshop ist beendet und alle TeilnehmerInnen haben gelernt, eigene Figuren mit ganz persönlichen Gesichtern zu modellieren. Bei jeder weiteren Kleinplastik entwickelte sich das Erlernte weiter, Geschicklichkeit im Umgang mit dem Material und dem Werkzeug sowie das Einfühlungsvermögen für die Aufgabe steigerten sich stetig. Die Phantasie wurde angeregt und gedanklichen Ansätze erschließen sich dem Betrachter ganz selbstverständlich. Jede Krippen ist in sich konsequent gestaltete und die Handschrift der jeweiligen Modelleure deutlich zu erkennen.
      Das Thema wurde vielfältig umgesetzt. Beeindruckend ist die Darstellung des vorweggenommenen Todes in der Christnacht, eine nicht bewußte, aber im künstlerischen Sinne sehr intuitive Umsetzung der Weihnachtsgeschichte. Sie ist von der jüngsten Teilnehmerin.

Zum Abschluß erhält das Christuskind nochmals eine besondere Würdigung: Alle Ausführungen sind so liebenswert und bezaubernd, dass man sich der jeweiligen Ausstrahlung nicht entziehen kann und mag. Wie schön zu wissen, dass jedes Jesuskindlein zukünftig an Weihnachten in den jeweiligen Familien unter dem Christbaum liegen wird!

Zum 2. Advent sind nun die Krippen in einer Vitrine in der St.Marien-Kirche in Drennhausen ausgestellt. Hier haben sie die Dekoration erhalten, die sich der jeweilige Urheber vorgestellt hat. Eine Teilnehmerin sagte  so schön: "Ach, es sieht nun richtig heimelig aus, nun wird es  weihnachtlich!"

 

Ja, das finde ich auch! Dieses unvergessene Gefühl  kindlicher Vorfreude auf ein strahlendes Weihnachtsfest wünsche ich jedem, der als Besucher in diese wunderschöne Kirche nach Drenn-hausen kommt.

Und wer weiß, vielleicht werden im nächsten Jahr weitere Modelleure und neue Krippen dazukommen...?

 

Herzlichen Dank an alle, die den ersten Workshop "Kunst in den Kirchen der Elbmarsch" besucht haben.

Am 3. Advent sind die Krippen aus dem Kunstprojekt "Kunst in der Kirche" in der Petri-Kirche in Marschacht ausgestellt. Wir freuen uns, im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes mit dem Chor Polyhymnia aus Schwinde die ersten Krippen dieser Kunstreihe zeigen zu dürfen.

Am 4. Advent nun stehen die Krippen im Kirchlichen Gemeindezentrum in Tespe - und wir stellen bei jedem erneuten Aufstellen immer wieder fest,  dass keine der Krippen an Charme verloren hätte! Sie stehen da wie eine kleine verschworene Gemeinschaft, eine Krippe liebenswerter als die andere! Wie sagte ein Besucher so treffend? "Man kann gar nicht sagen, welche die Schönste ist." Wie recht er hat!


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